20. April 2022

Studie: Mehr Stress und schlechterer Schlaf

Foto: Maridav/Adobe Stock

Auch im dritten Jahr hat die Corona-Pandemie zunehmend Auswirkungen auf die Gesundheit und das Sozialleben der Menschen in Deutschland. Das zeigt eine neue bevölkerungsrepräsentative Studie des digitalen Versicherungsmanagers Clark, die 2022 im dritten Jahr in Folge in Zusammenarbeit mit YouGov durchgeführt wurde.

Knapp zwei Drittel der Deutschen (62 Prozent) geben an, seit Beginn der Pandemie mehr auf die eigene Gesundheit zu achten – vergangenes Jahr waren es noch 70 Prozent. Einige Bereiche geben weiteren Anlass zur Sorge: Mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) hat aufgrund der Pandemie mehr Stress, während jede*r Fünfte (22 Prozent) schlechter schläft. Besonders gestresst fühlen sich die jüngeren Generationen, in der fast die Hälfte der Befragten hierbei zustimmt (18-24 Jahre: 42 Prozent; 25-34 Jahre: 47 Prozent), während nur jede*r Vierte der über 55-Jährigen durch die Pandemie mehr Stress fühlt.

Mehr Bewusstsein für Hygiene und gesunde Ernährung

Doch die Pandemie verstärkt das Gesundheitsverhalten in verschiedenen Bereichen des Alltags auch zum Positiven. Mehr als zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) achten deutlich (29 Prozent) oder etwas (38 Prozent) mehr auf ihre Hygiene.

Auch eine gesunde Ernährung gewinnt für die Menschen in Deutschland hinsichtlich ihres Gesundheitsbewusstseins weiter an Bedeutung: Während 2021 noch 22 Prozent angaben, sich aufgrund der anhaltenden Pandemie gesünder zu ernähren, stimmen in diesem Jahr 32 Prozent der Befragten zu. Mit 42 Prozent ist die Zustimmung hier besonders in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen hoch. Eine weitere gute Nachricht hinsichtlich der Gesundheit der Deutschen: 21 Prozent der Befragten geben an, aufgrund der Pandemie weniger Alkohol zu trinken – bei nur jeder*m Zehnten hat sich der Alkoholkonsum gesteigert.

Weniger Vorsorgeuntersuchungen und Arztbesuche

Alarmierend und kontraproduktiv ist folgender Trend, der sich im Vergleich zum Vorjahr noch verstärkt hat: 13 Prozent der Befragten gehen seit Beginn der Pandemie etwas oder deutlich seltener zu Vorsorgeuntersuchungen. Dies ist gerade mit Blick auf Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs problematisch. Auch geben 21 Prozent der Befragten im Rahmen der Studie an, beeinflusst von der Pandemie weniger Arztbesuche wahrzunehmen.