27. April 2022

Baustart für das neue Birkenstock-Werk

So soll das neue Birkenstock-Werk aussehen. (Abb.: Birkenstock)

Seit Ende des vergangenen Jahres laufen die Vorbereitungen für das neue Birkenstock-Werk in Pasewalk, nun starten dort die Bauarbeiten. Es wird teurer als geplant: Die Investitionssumme erhöht sich auf 100 Millionen Euro.

Am Tag vor Ostern ging bei Birkenstock ein Schreiben der für das Genehmigungsverfahren zuständigen Behörde ein. Darin enthalten sei die sehnlich erwartete Teilbaugenehmigung für das Leuchtturmprojekt im Industriepark Berlin-Szczecin. Mit der jetzt vorliegenden Erlaubnis für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn sei der Weg frei für den Baustart, teilt Birkenstock mit.

In der Woche nach Ostern hatte die mit dem Projekt beauftragte Baufirma Goldbeck mit ersten vorbereitenden Arbeiten begonnen, in dieser Woche starten nun die Erdarbeiten – auch wenn eine Entscheidung über mögliche öffentliche Fördermittel noch ausstehe und die jüngsten Entwicklungen an den Rohstoffmärkten und das im Vergleich zu den ersten Planungen deutlich aufwendigere Standortkonzept zu einem erheblichen Anstieg der Investitionssumme geführt habe, so das Unternehmen. So beliefen sich die Investitionen nach letzten Berechnungen auf insgesamt rund 100 Millionen Euro – ein Plus von 25 Prozent gegenüber den ursprünglichen Planungen. Damit sei der Bau des neuen Werks die mit Abstand größte Einzelinvestition in der Geschichte des Traditionsunternehmens.

Produktionsstart im dritten Quartal 2023

Am eng gestrickten Zeitplan hält Birkenstock grundsätzlich fest: Angesichts der Lieferengpässe an den internationalen Stahlmärkten und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Bausektor wird die Produktion im neuen Werk aber wohl erst Anfang des dritten Quartals 2023 anlaufen anstatt wie ursprünglich geplant Ende des ersten Quartals.
„Mit dem Bau unseres neuen Werks schaffen wir die für unser weiteres weltweites Wachstum dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten – und zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in der Region. Damit sind unsere Investitionen auch ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland: Wir sind made in Germany“, sagt Oliver Reichert, CEO der Birkenstock Group.