27. April 2022

Standardprozess für den eKV entwickelt

Foto: momius/Adobe Stock

„Mit Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) nimmt nun auch die Digitalisierung der Belegflüsse im Hilfsmittelbereich Formen an. Daher ist es notwendig, die Abläufe für den eKV-Prozess zu betrachten und auf die neuen Anforderungen im Umfeld der TI anzupassen“, teilt die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Digitalisierung der Hilfsmittelversorgung - DiGHIMI mit. Die ARGE, in der sich HMM Deutschland, medicomp und die opta data Gruppe zusammengeschlossen haben, hat daher einen Standardprozess für den elektronischen Kostenvoranschlag (eKV) formuliert, den alle drei Anbieter unterstützen.

Der Prozess werde durch eine einheitliche technische Dokumentation untermauert. „Wir fangen bereits jetzt an, die wichtigen Prozesse des Hilfsmittelmarktes so zu entwickeln, dass sie mit Leichtigkeit in die Telematikinfrastruktur integriert werden können. Wir freuen uns sehr, dass dies mit unseren Partnern schon bereits jetzt zu einem frühen Zeitpunkt gelingt. So stellen wir einen reibungslosen Übergang der Prozesse in die TI sicher,“ sind sich Mark Steinbach und Andreas Fischer, Geschäftsführer der opta data Gruppe, einig.

„Wir freuen uns über diese ersten Ergebnisse der ARGE und laden alle interessierten Teilnehmer herzlich dazu ein, für die weitere Gestaltung und Einbindung des Prozesses sowie Einbindung in die Digitalisierung im Rahmen z.B. einer elektronischen Verordnung mitzuwirken,“ betont der Geschäftsführer von medicomp, Wolfgang Schunck. Den Krankenkassen, den Hilfsmittelversorgern und ihren Software-Anbietern, der gematik, den Leistungsgemeinschaften und Verbänden sowie der Politik stehe die ARGE als zentraler Ansprechpartner zum Thema eKV zur Verfügung.

HMM Deutschland, medicomp und die opta data Gruppe arbeiten seit November 2021 in der ARGE DiGHIMI zusammen. Seit 2008 wickeln die drei IT-Systemanbieter über ihre Plattformen X3.Net, mipekv und egeko den Datenaustausch für genehmigungspflichtige Hilfsmittelversorgungen im Auftrag von Krankenkassen und Hilfsmittelversorgern ab. Seit dieser Zeit sei es gelungen, den eKV in der Branche zu etablieren. Heute sind nahezu alle Krankenkassen und Leistungserbringer über ihre Systemsoftwaren an die Systeme der drei Anbieter angeschlossen.