04. Mai 2022

ZVOS: Delegiertenversammlung entscheidet über Auflösung

(Foto: AdobeStock/fotomek)

Am 24. Juni 2022 findet die nächste Delegiertenversammlung des Zentralverbandes Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) in Hannover statt. Wesentlicher Tagesordnungspunkt wird der Antrag zur Auflösung des Verbandes sein.

Die Idee, den Zentralverband aufzulösen, um den Weg für eine neue Berufstandsvertretung frei zu machen, wird seit Ende des vergangenen Jahres diskutiert. Entschieden werden kann dies nur von einer Mitgliederversammlung, die aufgrund des Wahlturnus eigentlich schon zu Beginn des Jahres stattfinden sollte. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde sie jedoch verschoben, um eine Präsenzveranstaltung zu ermöglichen. Diese wichtige Frage, so der ZVOS, könne man nicht in einer Online-Versammlung diskutieren und entscheiden. 

Diese Versammlung wird nun am Freitag, den 24. Juni stattfinden. Ein offizieller Antrag zur Auflösung des Verbandes wurde von einer Innung bereits gesellt Sollten die Delegierten für den Antrag stimmen, würde der Zentralverband zum Ende des Jahres offiziell aufgelöst werden, sagt ZVOS-Präsident Stephan Jehring. 

Im Idealfall, so Jehring, steht dann schon ein neuer Verband bereit, die Interessenvertretung für das Orthopädieschuhmacher-Handwerk zu übernehmen. Am 18. März 2022 hatten Vertreter aller Innungen auf Einladung des ZVOS bei einem Treffen in Hannover die Möglichkeiten einer neuen Interessenvertretung erörtert. Drei Geschäftsführerinnen aus verschiedenen Innungen und dem ZVOS erhielten den Auftrag, Konzepte auszuarbeiten. Diese wurden Ende April in einer Onlinekonferenz vorgestellt und es wurde beschlossen, eines dieser Konzepte im Rahmen einer Klausurtagung weiter zu entwickeln. Nach aktueller Planung soll diese Klausurtagung im Juli stattfinden. Danach soll das Konzept für die neue Interessenvertretung allen Innungen vorgestellt werden. Stephan Jehring zeigt sich zuversichtlich hinsichtlich der aktuellen Entwicklung. Er weist jedoch darauf hin, dass es nur gelingen werde, die Vertretung des Berufsstandes ab dem kommenden Jahr auf neue Beine zu stellen, wenn eine große Mehrheit aller Innungen bereit sei, den neuen Weg mitzugehen.