01. Juli 2022

Vereinfachte Verordnung von Reha ab 70 Jahren und Anschlussrehabilitation

Foto: Kzenon/Adobe Stock

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Ab 1. Juli 2022 erhalten Patienten leichter Zugang zu einer geriatrischen Rehabilitation sowie zu einer Anschluss-Reha nach einem Krankenhausaufenthalt.

Eine geriatrische Reha soll helfen, die Beweglichkeit und individuelle Selbständigkeit zu erhalten, diese nach einer langen Krankheit oder Operation wiederherzustellen und eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Ob eine geriatrische Rehabilitation für Versicherte ab 70 Jahren medizinisch erforderlich ist, wird ab Juli nicht mehr von der Krankenkasse geprüft. Stattdessen überprüfen Vertragsärzte anhand festgelegter Kriterien und über Funktionstests den medizinischen Bedarf. Sind die Kriterien erfüllt, können sie mit den Ergebnissen die Erforderlichkeit auf dem Verordnungsformular begründen; die Krankenkasse prüft dann nur noch die leistungsrechtlichen Voraussetzungen.

Einfacher wird es außerdem für alle Patienten, die nach einem Krankenhausaufenthalt eine sogenannte Anschlussrehabilitation benötigen. Hier entfällt bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine Rehabilitation für bestimmte Indikationen ebenfalls die Überprüfung der Krankenkassen, ob die Leistung medizinisch erforderlich ist. So beispielsweise bei Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufsystems, nach Einsatz eines neuen Knie- oder Hüftgelenks oder bei Krebserkrankungen.

Die neuen Regelungen hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Dezember 2021 beschlossen.