27. Juli 2022

ORTHOPÄDIE SCHUH TECHNIK und IVO-Kongress: Orthopädieschuhmacher berichten aus der Praxis

Foto: Berges/Beck

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Mit individuellen handwerklichen Versorgungen startet der Kongress der 6. ORTHOPÄDIE SCHUH TECHNIK und des IVO, der am 14. und 15. Oktober 2022 in Köln stattfindet. Orthopädieschuhmacher berichten aus der Praxis, welche individuellen Lösungen sie für herausfordernde Krankheitsbilder gefunden haben.

Diese fünf Vorträge erwarten Sie im ersten Vortragsblock:

Individuell gefertigter Interimsschuh bei Diabetischem Fußsyndrom

Nach der Fortschreibung der PG 31 (Schuhe) im Hilfsmittelverzeichnis von 2018 ist eine wichtige Versorgung für Patienten mit Vorfußamputationen weggefallen: Die diabetesadaptierte Fußbettung (DAF) im Langzeit-Verbandschuh. Doch im Interimsschuh darf die DAF nach wie vor eingesetzt werden. OSM Gregor Berges erläutert eine von ihm und OSM Andreas Beck entwickelte Fertigungsmethode, mit der der Interimsschuh angenehmer als bisher gebaut werden kann. Der Schuh mit teilbarem Schaftteil beinhaltet eine DAF und Elemente zur Stabilisierung des Rückfußes

Angewandte Biomechanik in der orthopädieschuhtechnischen Versorgung

OSM Marc-André Villiger stellt zwei Fallbeispiele von Patienten vor, die in jungen Jahren Verletzungen erlitten haben und viele Jahre später unter den Folgeerscheinungen leiden. Mit Hilfe einer individuellen Schuh- bzw.einer Orthesenversorgung konnte eine deutliche Verbesserung der Biomechanik erreicht werden. 

Charcot-Marie-Tooth-Versorgung: Spagat zwischen Kundenwunsch und orthopädischer Notwendigkeit

OSM Katja Streckhardt berichtet von einem Patienten mit Charcot-Marie-Tooth- Erkrankung (CMT). Die fortschreitende neuromuskuläre Erbkrankheit betrifft häufig die oberen und unteren Extremitäten. Der Patient leidet unter einem kontrakten Hohlfuß rechts, links besteht ein bereits operierter Klumpfuß, der voraussichtlich im Herbst nochmals operiert wird. Katja Streckhardt schildert, welche Lösungen sie unter diesen Voraussetzungen für den Patienten gefunden hat. 

Versorgung eines Poliomyelitis-Patienten mit Arthrodesenstiefeln 

OSM Elisabeth Klumpe schildert das Fallbeispiel eines Polymyelitis-Patienten, der rechts einen Ballenhohlfuß und links einen Hackenfuß aufweist. Zudem leidet er beidseits an einer Arthrose im Bereich des Rückfußes. Bei der Fertigung der Arthrodesenstiefel erforderte vor alle die Versorgung des Hackenfußes besondere Aufmerksamkeit. Elisabeth Klumpe stellt die die einzelnen Schritte zur endgültigen Versorgung vor.

Langjährige Dysfunktion der Tibialis-posterior-Sehne 

Die Dysfunktion der hinteren Schienbeinsehne ist eine Erkrankung, die mit Schmerzen entlang des medialen Knöchels und des Längsgewölbes einhergeht. Sie ist die häufigste Ursache eines erworbenen Plattfußes bei Erwachsenen. Bleibt sie unbehandelt, kann die Sehne reißen und der Fuß und das Sprunggelenk können zusammenbrechen. Bei frühzeitiger Intervention kann das Fortschreiten der Erkrankung mit nicht-operativen Mitteln wie orthopädischem Schuhwerk verlangsamt werden. OSM Markus Kerkering erklärt anhand eines Fallbeispiels, welche Effekte eine orthopädieschuhtechnische Versorgung erzielen kann - und welche Anforderungen sie erfüllen sollte.

Jetzt anmelden!

Die handwerklichen Versorgungen sind nur einer von 8 spannenden Themenschwerpunkten auf dem ORTHOPÄDIE SCHUH TECHNIK-Kongress.  Das gesamte Vortragsprogramm finden Sie hier zum Download (PDF) oder per Klick auf die Kongresstage im Ticket Shop

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www.ost-messe.de