15. November 2022

Weltdiabetestag: BVMed fordert mehr Investitionen in Vorsorge und moderne Technologien

Juliane Pohl (Foto: BVMed)

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat zum Welt-Diabetes-Tag am 14. November 2022 mehr Investitionen in eine bessere Diabetes-Prävention und moderne Technologien zur Diabetes-Versorgung angemahnt. Gleichzeitig schloss sich der deutsche Medizintechnik-Verband der jüngsten Kritik der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) an den gekürzten Haushaltsmitteln für Diabetes-Prävention und -Versorgung an.

„Obwohl sich Diabetes immer mehr ausbreitet, ist das Bewusstsein für Ursachen und Symptome sowie die Notwendigkeit einer frühzeitigen Entdeckung und Behandlung des Diabetes noch immer nicht ausreichend etabliert. Das muss sich ändern. Wir müssen die Volkskrankheit Diabetes strategischer und interdisziplinärer angehen“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der BVMed fordert in einem 12-Punkte-Plan unter anderem interprofessionelle Netzwerke und eine qualitätsgesicherte Versorgung mit modernen Medizintechnologien.

Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und frühen Diabetes-Screenings können nach Ansicht des BVMed eine Erkrankung, Entgleisung oder Folgeerkrankungen verhindert werden. Dabei sei die Interaktion zwischen den versorgenden Disziplinen essenziell. Bereits bestehende regionale Netzwerke, die ärztliche und nicht-ärztliche Leistungserbringer vereinen, müssen aus Sicht des BVMeds ausgebaut werden – zu einem starken, interprofessionellen und flächendeckenden Versorgungsnetzwerk. „In einem solchen Netzwerk spielen Hilfsmittel-Leistungserbringer eine wesentliche Rolle. Gerade Folgeerkrankungen führen Diabetiker:innen oft zum Hilfsmittel- und Homecare-Versorger“, so BVMed-Expertin Juliane Pohl.

Nationale Diabetesstrategie mit konkreten Maßnahmen umsetzen

In seinem 12-Punkte-Plan setzt sich der BVMed unter anderem für ein nationales Diabetes-Register und die Aufnahme telemedizinischer Diabetes-Behandlungen in den EBM-Katalog sowie in DMP-Programme ein. Bei all den Vorhaben und Forderungen dürfe das große Ziel nicht aus den Augen verloren werden: Die bisherigen Anstrengungen mit dem Fokus auf einen ganzheitlichen Lösungsansatz weiterzuentwickeln und miteinander zu vernetzen. „Schließlich haben Diabetes und dessen nicht zu unterschätzende Folgeerkrankungen Berührungspunkte zu allen Lebenswelten und beziehen eine Vielzahl von Leistungserbringern in der Gesundheitsversorgung ein“, argumentiert Pohl.

Der 12-Punkte-Plan des BVMed kann unter www.bvmed.de/12gegenDiabetes heruntergeladen werden.