Foto: WWU Münster/Erk Wibberg
25. November 2022

Forschungsverbund "LINC" untersucht Krankheitsmechanismen der Polyneuropathie

Wissenschaftler aus Essen, Heidelberg Leipzig und Münster vermuten, dass bei Polyneuropathie-Patienten der Fettstoffwechsel im Nerven gestört ist und dies eine lokale Immunreaktion auslöst. Diese Immunreaktion könne weitere Prozesse in Gang setzen, die die Nervenhülle zerstören. Diese Annahme ist Grundlage für die Erforschung neuer Diagnose- und Therapiemethoden von Polyneuropathie (PNP), für die das Wissenschaftskonsortium nun 3,9 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium erhält.

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Prof. Dr. med. Clemens Becker (Foto: Fotostudio M42 T. Frank+K.Zern/Robert-Bosch-Krankenhaus)
05. Oktober 2022

Altersmediziner veröffentlichen erste globale Sturzleitlinie

Am 30. September ist die erste globale Leitlinie zur Sturzprävention veröffentlicht worden. Daran mitgewirkt haben insgesamt 96 Wissenschaftler aus 39 Ländern – darunter Professor Clemens Becker, Sturz-Experte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Uns ist es nach zwei Jahren Arbeit erstmals gelungen, einen globalen Konsens zu schaffen für die Prävention, Diagnostik und Therapie von Stürzen“, sagt der Altersmediziner. Die Leitlinie empfiehlt unter anderem jährliche Hausarzt-Befragungen der Betroffenen, regelmäßige Untersuchungen und Ganganalysen.

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Foto: bakhtiarzein/Adobe Stock
16. September 2022

Registerbasierte randomisierte Studien: das Beste aus beiden Welten?

Randomisierte kontrollierte Studien (RCT), wie sie etwa für die Zulassung neuer Arzneimittel erforderlich sind, werden oft kritisiert, weil sie zu komplex, zu langwierig und – wegen der stark kontrollierten Studienbedingungen – kaum auf den klinischen Versorgungsalltag übertragbar seien. Kritiker bevorzugen sogenannte pragmatische Studien, in denen „Real World Evidence“ gewonnen werden könne. In einem Artikel in der Zeitschrift "Prävention und Gesundheitsförderung" stellen Stefan Lange und Jörg Lauterberg vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) das Spektrum vor, das zwischen den Reinformen dieser beiden Studiendesigns liegt.

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Foto: Ivanko80/Adobe Stock
06. September 2022

Neue App soll Sport mit Typ 1 Diabetes erleichtern

Ein Forschungsprojekt soll Menschen mit Typ 1 Diabetes mittels einer App das risikofreie Sporttreiben ermöglichen. Der Bayreuther Physiologe Prof. Dr. Othmar Moser wurde von der Europäischen Gesellschaft für Diabetesforschung (EASD) in Kooperation mit deren Stiftung EFSD für das Forschungsprojekt ausgezeichnet. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert.

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Foto: NVB Stocker/Adobe Stock
31. August 2022

Schmerzen bei Diabetes können auch muskulär bedingt sein

Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben herausgefunden, dass eine sogenannte schmerzhafte diabetische Polyneuropathie nicht nur durch geschädigte Nerven verursacht wird, sondern auch muskulär bedingt sein kann. Diabetes Typ-2-Patienten, bei denen beide Schmerzursachen vorlagen, zeigten eine höhere Schmerzintensität, tolerierten diese schlechter und wiesen zudem psychische Beeinträchtigungen auf. Das Forscherteam plädiert dafür, beim routinemäßigen Screening auch muskuläre Mechanismen zu beachten. 

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Jonas Hiller forscht am HDZ NRW, Bad Oeynhausen. (Foto: privat/HDZ NRW)
15. August 2022

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren

Kaltes atmosphärisches Plasma beschleunigt nachweislich die Wundheilung bei oberflächlichen, chronisch infizierten diabetischen Fußulzera - das konnten Ärzte und Wissenschaftler des HDZ NRW, Bad Oeynhausen, erstmals vor zwei Jahren belegen. Nun leistet die Doktorarbeit von Jonas Hiller am Diabeteszentrum einen Beitrag zur Klärung der Wirkmechanismen. Er untersuchte die biologischen Effekte der Plasmatherapie näher und fand dabei heraus, welche molekularen Zusammenhänge für die Verbesserung der Wundheilung bei diabetischem Fußsyndrom verantwortlich sind.

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Foto: Salzburg Research
03. August 2022

Rehabilitation bei Beinamputation: Mobile Ganganalyse im Alltag ermöglicht Fernbetreuung

Die Analyse von ungesunden Gangmustern ist eine wichtige Grundlage, um geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von Beinamputierten zu entwickeln. Ein neues tragbares Sensorsystem ermöglicht das Erfassen von Daten im Alltag. Forscher der Salzburg Research Forschungsgesellschaft wiesen in einer Studie nach, dass das mobile System mit dem bisherigen Goldstandard mithalten kann.

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27. Mai 2022

Mit der Nervenregeneration kommt der chronische Schmerz

Selbst ausgeheilte Nervenverletzungen hinterlassen häufig chronischen Schmerz und Überempfindlichkeit gegenüber sanften Berührungen. Forschende des Pharmakologischen Instituts und des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät Heidelberg (MFHD) haben nun im Tierversuch gezeigt, dass fehlerhafte „Verschaltungen“ der Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) zu einer bisher noch nicht untersuchten Form sogenannter neuropathischer Schmerzen führen. Sie treten erst im Zuge der Regeneration von Nervenverbindungen beim Ausheilen der Verletzung auf.

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Foto: Andrey Popov/Adobe Stock
13. April 2022

Studie zeigt erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes nach Corona-Infektion

Eine aktuelle Studie weist auf ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes nach einer überstandenen Corona-Infektion hin. Die ausgewerteten Daten stammen aus deutschen Praxen, die Diabetes mellitus nach einem überwiegend milden Corona-Verlauf nachweisen. Ausgehend von den gewonnenen Ergebnissen fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine aktive Untersuchung der Glukoseregulation aller Betroffenen nach Infektionen, besonders nach einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Erreger.

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Foto: Universität Paderborn, Jan Tobias Krüger
05. April 2022

Biologisch abbaubare Implantate

Ob Knochenschrauben, Platten oder Stents – täglich werden in deutschen Krankenhäusern Implantate eingesetzt. Nicht selten müssen diese in einer Folgeoperation allerdings wieder entfernt werden, zum Beispiel bei Kindern und Jugendlichen, da sich ihre Knochen noch im Wachstum befinden. Eine mögliche Lösung: Stents und Co, die nach einigen Wochen oder Monaten abgebaut und vom Körper verstoffwechselt werden.

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Foto: Racle Fotodesign/Adobe Stock
25. März 2022

Studie: Versorgung von Frauen mit Gefäßerkrankungen in Deutschland mangelhaft

Die Versorgung von PatientInnen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK)  in Deutschland ist weiterhin mangelhaft: Vor allem Frauen werden häufig nicht nach den aktuellen Empfehlungen der wissenschaftlichen Leitlinien behandelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die kürzlich im European Heart Journal veröffentlicht wurde. 

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Foto: © Francis Crick Institute | Mary Wu
23. März 2022

Pilzinfektionen: Kooperation von Mikroorganismen führt zu Arzneimitteltoleranz

Die Behandlung von Pilzinfektionen wird häufig durch die Ausbildung einer Toleranz gegenüber Arzneimitteln erschwert. Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Francis Crick Institute in London hat eine Ursache dafür im kooperativen Verhalten der Mikroorganismen gefunden. Eine gemeinschaftliche Beziehung verschiedener Hefezellen und deren Interaktion auf Ebene des Stoffwechsels bringe der ganzen Gemeinschaft Vorteile für das Wachstum und das Überleben. 

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Foto: Anneke van Heteren/SNSB
02. März 2022

Die Unabhängigkeit der großen Zehe

Die Evolution von Händen und Füßen ist entscheidend für das Verständnis der Entwicklung des Menschen. Unsere Hände ermöglichen es uns, die Welt zu begreifen; unsere Füße den aufrechten Gang. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der große Zeh bei seiner Entwicklung einem größeren Selektionsdruck ausgesetzt war als der Daumen.

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Quelle: Mueller, S./Wintergerst, M.W.M. et al. Multiple instance learning detects peripheral arterial disease... Sci Rep 12,1389 (2022)
16. Februar 2022

paVK: Auge könnte Hinweise auf schleichende Gefäßerkrankung liefern

Forschende der Universität und des Universitätsklinikums Bonn haben eine Methode entwickelt, die sich zur Diagnose der Atherosklerose eignen könnte. Mit einer selbstlernenden Software konnten sie bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (paVK) Gefäßveränderungen oft schon im Frühstadium identifizieren. Der Algorithmus nutzte dazu Fotos aus einem Organ, das normalerweise nicht mit der paVK in Verbindung gebracht wird: dem Auge. 

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Candida albicans (blau) nimmt menschliche microRNA (rot) aus extrazellulären Vesikeln auf. (Foto: Luke Donald Halder/Leibniz-HKI)
09. Februar 2022

Candida albicans: Wie ein Pilz unser Immunsystem kapert

Der Hefepilz Candida albicans regt bei einer Infektion die Ausschüttung winziger RNA-Schnipsel an, die dann sein Wachstum stimulieren. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) in Jena entdeckt. Diese ungewöhnliche Ausnutzung des menschlichen Immunsystems kann Krankheitsprozesse erklären und liefert neue Ansätze für die Therapie von Pilzinfektionen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift mBio veröffentlicht.

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Foto: Deutsche Sporthochschule Köln
08. Februar 2022

Neue Freeware zur Sportdatenanalyse

„floodlight“ – so heißt das neue Software-Projekt zur Sportdatenanalyse, das von Wissenschaftlern des Instituts für Trainingswissenschaft und Sportinformatik der Deutschen Sporthochschule Köln veröffentlicht wurde. Das frei zugängliche Paket wurde konzipiert, um Prozesse der Datenverarbeitung zu vereinfachen und zu standardisieren.

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Foto: Florian Kibler/Fachhochschule St. Pölten
20. Oktober 2021

Gutenberg Gang-Datenbank: Sammlung von Ganganalysen gesunder Probanden veröffentlicht

Die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz gibt bekannt, dass mit der "Gutenberg Gang-Datenbank" die nach Angaben der JGU weltweit größte Sammlung von Ganganalysen gesunder Probanden veröffentlicht worden sei. Die öffentlich zugängliche Datenbank bietet Vergleichsdaten für die Diagnose und Therapie von Gangstörungen.

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Foto: mapoli/AdobeStock
13. Oktober 2021

Studie: Diabetes mit Ganzkörper-Magnetresonanztomographie erkennbar

Mit einer Ganzkörper-Kernspinaufnahme (MRT) lässt sich Typ-2-Diabetes diagnostizieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Forschenden des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen, des Max- Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der Universitätsklinik Tübingen. Sie nutzten Deep-Learning-Methoden (Maschinelles Lernen) und Daten von mehr als 2000 MRTs, um Patienten mit (Prä-)Diabetes identifizieren zu können. 

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